Stop Being (Afraid Of) A Pussy


Whitney, die 2 Broke Girls, Chelsea. Drei Damen, die mit ihren Comedy-Serien in den USA für beachtliche Einschaltquoten sorgen. Das scheint Lee Aronsohn zu nerven. Der Co-Produzent von 2 1/2 Men, sieht die TV-Landschaft von zu viel Östrogen überschwemmt. Auf einer Konferenz in Toronto äußerte er sich wenig begeistert über die neuen Serien. Seiner Meinung nach gehe es im Fernsehen stetig auf den "Vagina-Gipfel" zu, den Punkt der "Labia-Übersättigung". Aronsohn hat genug: "Enough, ladies. I get it. You have periods." Die Äußerung sorgte für eine Menge böses Blut. Dass Aronsohn zu viel von diesen Inhalten hat, kann ich ihm nicht vorwerfen. Seine Bemerkungen jedoch fallen in ein sehr altes Schema. 
Ich habe letztens ein Spiel mit Freunden gespielt. Es heißt Stadt, Land, Penis-Synonyme. Stadt und Land ließen wir gleich weg, denn groß war die Euphorie mindestens 26 verschiedene Pimmel-Bezeichnugen zu finden. Als die weiblichen Geschlechtsteile dran waren, ließ der Enthusiasmus deutlich nach. Ich gebe zu, die Vagina einer Frau hat nicht wirklich ein schönes Alias. Aber es wurde deutlich, dass die Herren der Runde sich lieber mit ihren Schwengeln beschäftigten als sich zu viele Gedanken über das "da unten" bei einer Frau zu machen. Klar, der Penis an sich ist in den US-amerikanischen Fernsehserien ein sehr eingeschränktes Gesprächsthema. Gut, dass die männlichen Charaktere (und die die Autoren dahinter) damit ganz tolle Fantasien Erfahrungen haben, die sie gerne in aller Breite diskutieren. In "männlichen" Comedys kommen wir alle eher selten in den Genuss wahrhaft neuer geistiger Ergüsse. Das ist okay, das verlangt auch niemand. Aber warum, Herr Aronsohn, soll das Gleiche in weiblich jetzt schon sein Momentum erreicht haben? Weil Frauen mehr als ein mal erwähnen, dass sie ihre verdammte Regel bekommen? Männliche Charaktere etlicher Serien und Filme dürfen einen Haufen penis-zentristischen Nonsens verkünden und Frauen wird gleich Belästigung vorgeworfen. Nicht fair und auch kein großes Wunder.

Dass männliche Serienprotagonisten im Kontext des weiblichen Körpers natürlich eher über ihre Brüste und ihren Arsch reden seh ich ein. Trotzdem. Während ich mir sicher bin, dass heterosexuelle Männer die Vagina einer Frau durchaus zu schätzen wissen, fällt es mir mitunter schwer zu glauben, dass sie sich tief in ihrem Innern nicht doch vor unserer Region südwärts des Bauchnabels fürchten. Warum zum Beispiel fehlt so vielen Typen ein Mülleimer im Bad? Bekommt ihr nur Besuch von Frauen, von denen ihr 100-prozentig wisst, dass sie gerade nicht menstruieren? Oder ignoriert ihr einfach, dass wir ein mal im Monat bluten? Hey, ich find's auch nicht super. Aber meine Güte: Muss ich deshalb in eine peinliche Situation geraten, wenn ich bei einem Mann zuhause bin und nicht mal eben mein Hygiene-Produkt austauschen kann? Erwähnt mal Männern gegenüber, dass ihr Unterleibschmerzen habt. Sehr einfach, ihnen damit die Schamesröte ins Gesicht zu treiben. Andersherum haben viele von ihnen wenig Probleme damit detailliert ihren Stuhlgang zu beschreiben. Ist es zwingend nötig sich eingehend über Regelblutungen zu unterhalten? Sicher nicht. Aber so tun als wäre dieser monatlich wiederkehrende, natürliche Vorgang eine körperliche Behinderung der Frau, die man weitestgehend ignorieren möchte, ist doch schlicht lächerlich. Wie genau Lee Aronsohn dem weiblichen Intimbereich gegenübersteht, mag vielleicht ganz anders aussehen. Doch denke ich, dass einige Männer mit seinen Äußerungen d'accord gehen. Vielleicht weil es ohne Shows, die sich unverblümt um Frauen drehen, einfacher ist, sich ihnen gegenüber ignorant zu verhalten.

Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass es zumindest bei den 2 Broke Girls gar nicht so häufig um ihre Menstruation geht. Tatsächlich war in der letzten Folge zum Beispiel unkontrollierter Durchfall ein weitaus größeres Thema. Und da können Männer doch wieder mitreden.









Lee Aronsohn, Co Producer of 2 1/2 Men, is seeing television drowning in estrogen. And apparently doesn't like it a lot. During a conference in Toronto he made some not too enthusiast remarks about the new TV shows. In his opinion the "direction is vagina peak, a point of labia saturation." Andersohn is so over it: "Enough ladies. I get it. You have periods." Of course these statements made quite a fuzz.

The other day I've played a game with my friends. It was called City, Country, Penis Synonyms (much like scattergories). We ignored the categories City and Country simply because we were too eager to find at least 26 penis synonymes. Of course, we ended up finding much more. When it came to female genitalia the euphoria dropped notably. I admit the vagina doesn't seem to have a pretty alias. But it was pretty clear that the guys in our round preferred talking about their wieners to giving too much thought about a woman's "down there". Sure, the penis itself is a rather narrow topic in US TV shows. Therefore, it's a good thing that male characters (and the writers behind them) have all these broad fantasies experiences with their thing which they are willing to discuss publicly in full depth. There's basically nothing new for all of us to learn about guys in male dominated comedies. And that is just fine. But why, Mr Aronsohn, do you believe that the same formats with a female cast have already reached their momentum? Because women mention that they get their goddamn menstruation? Male protagonists of various shows and movies are allowed to adress a bunch of penis-centristic nonsence and women are accused of harassment. Not fair and no wonder.

I accept that male characters speak of a female body mostly in regards of her boobs and her ass. Still, while I'm convinced that straight guys do know the worth of a woman's vagina I do believe that they're also a little intimidated by her most intimate body parts. And what comes with them. For instance, why this lack of trash cans in guy's bathrooms? Do you only have company by women who, you know, are currently not having their period? Or are you just ignoring the fact that we bleed once a month and this might just be the case at the very moment of our visit? Hey, it doesn't make me very happy either. But, holy mother: Is it really necessary to get in a sticky situation when I'm at a man's house and have to change my sanitary product? Another example. Just tell a guy that you're not feeling good because your cramps are killing you right now. That will probably make him really uncomfortable. You might as well tell him your doctor just diagnosed you with a deadly disease. That same guy though might not be having any problems with talking about his bowel movement. Do we have to discuss menstruations in public? No, we don't. But acting as if this monthly, nothing but natural routine of our bodies is actually a physical disablement that is best to be ignored is plain ridiculous. The position of Lee Aronsohn toward lady parts might be different but his statements probably reflect the opinion of a lot of immature men. Presumably, because TV shows that revolve bluntly around women make it harder to be ignorant of them.


I do want to point out though that 2 Broke Girls isn't very much about periods at all. The last episode I watched adressed anal leakage. And that is a conversation a lot of guys should be very fond to join.

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